Es ist immer schade, von neuen Unfällen mit vielen Toten zu hören, insbesondere wenn es davon gleich zwei an einem Tag gibt. Das betrifft derzeit nicht nur den schweren Unfall mit dem Transrapid auf der Teststrecke im Emsland, sondern natürlich auch die Opfer der Gasexplosion in Lehrberg, deren Angehörigen natürlich auch mein volles Mitgefühl gilt, obwohl ich mich hier ausschließlich mit dem Transrapid-Unfall beschäftigen möchte.
Die Frage, die auch nach drei Tagen immer noch alle beschäftigt: Wie konnte das passieren? Mittlerweile sind ja schon ein paar Erkenntnisse auch an die Öffentlichkeit weiter gegeben worden. So existierte wohl bei der Teststrecke keinerlei automatisches Sicherheitssystem. Es gab manuelle Protokolle, wann der Werkstattwagen wo eingesetzt wurde und wird, und es lag in der Verantwortung der Fahrdienstleiter im Stellwerk, zu entscheiden, ob bei jeweiliger Situation der Start des Triebwagens freigegeben werden darf oder nicht.
Für mich sieht das also eindeutig nach menschlichem Versagen aus. Menschliches Versagen, das aber nicht vorkommen darf! Die Folgen sind viel weitreichender als zunächst klar sein mag.
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