Montag, 9. Juli 2007
Kopfschuss
Da ist man mal ein paar Tage außer Landes, und schon tanzt die Katze der Schäuble auf dem Tisch, oder wie?
Parteiisch – Abhängig – Polemisch – Meinungsbildend
Da ist man mal ein paar Tage außer Landes, und schon tanzt die Katze der Schäuble auf dem Tisch, oder wie?
Während das Internet und vor allem die „Blogosphäre“ sich über Karikaturen amüsiert, auf denen Angela Merkal barbusig mit zwei polnischen Politikern an ihrer Brust zu sehen ist, entblößt Angela Merkel selbst sich eher auf andere Art und Weise.
Pacman hat ein Problem. Er muss pillenfressend durch ein Labyrinth navigieren ohne sich dabei zu verrennen und wird gleichzeitig von vier fiesen kleinen Monstern verfolgt, die Gespenstern, wie sie in der westlichen Welt größtenteils visualisiert werden, nicht unähnlich sehen. Da gibt’s nur eine Lösung: Energiepille futtern und dann auf sie mit Gebrüll!
Großartig: Kinder befragten als Reporter für das ARD-Morgenmagazin ein paar Politiker über ihre Internetnutzung. Featuring Ströbele, Westerwelle, Glos, Zypries und Struck. Das geht zirka zweieinhalb Minuten lang so:
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Erst verschwinden irgendwelche BND-Unterlagen über den Fall Murat Kurnaz. Dann verschwinden in Sachsen vier Tonnen Akten zur aktuellen Korruptionsaffäre. Und jetzt soll angeblich eine „Datenpanne“ bei der Bundeswehr nicht als Backup vorliegende Daten aus einer „Geheimdatenbank“ unwiderbringlich gelöscht haben.
Für wie bekloppt halten die Leute das Deutsche Volk … äh… okay, ich konkretisiere: Für wie bekloppt halten die Leute die deutschen IT-Experten eigentlich?
Merkel feiert, und Deutschland feiert mit. Hat sie es doch geschafft, Polen und Großbritannien mit der EU zusammen unter einen Hut zu bringen.
Da kann man mal sehen, wie bekloppt das deutsche Volk doch tatsächlich ist, hat die Propaganda der Medien mal wieder gewirkt…
E-Mails kann man veschlüsseln. Das könnte zum Beispiel dann ratsam sein, wenn man mit einem Abgeordneten des Bundestages per E-Mail in Kontakt treten will, der aber Mitglied der Fraktion „Die Linke“ ist. Es bestünde nämlich die Gefahr, dass dieser Abgeordnete unter Beobachtung des Verfassungsschutzes steht, und man möchte doch nicht plötzlich selbst in dessen Visier oder gar in die Anti-Terror-Datei geraten.
Eine nicht näher benannte Person, nennen wir sie Gustav, wollte also dem Bundestagsabgeordneten seines Wahlkreises eine E-Mail zukommen lassen. Ich weiß nicht, ob dieser Abgeordnete ein „Linker“ ist, aber es kann auch andere Gründe geben, warum Gustav seine E-Mail gerne vor den Blicken Anderer schützen und daher verschlüsseln möchte. Doch vorher ein kleiner Exkurs. Was ist eigentlich Verschlüsselung?
Der Bürgerrechtler asleif hat im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und auch in seinem Blog zur aktuellen Diskussion um die für den 1.1.2008 geplante Vorratsdatenspeicherung Stellung genommen. Darin kommen die Mitglieder des Bundestags, die vorhaben, die Gesetzesvorlagen durchzuwinken, nicht gut weg. Ich möchte euch hier durch Aufbereitung seiner Ausführungen ein Gespür dafür geben, auf welch dünnes Eis unser Staat droht sich zu begeben.
„Aus heutiger Sicht war der Einsatz nicht nur politisch instinktlos, sondern auch rechtswidrig.“
Das sagte SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz zum Einsatz von Tornado-Kampjets während des G8-Gipfels. Manchmal kann selbst der mir richtig sympathisch sein.
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Über Polen kann man geteilter Meinung sein. Ich mag diese Kaczyński-Brüder als familiäre Symbiose von Staats- und Ministerpräsident auch nicht so richtig. Nach allem, was man von den beiden Typen so mitbekommt, wirkt deren extrem konservative Haltung mehr als unsympathisch.
Nicht mit einstimmen möchte ich aber bei der aktuellen Schelte der deutschen (und europäischen) Berichterstattung, wenn es um Polens Blockadehaltung bezüglich der Abstimmungsmodalitäten in der geplanten gesamteuropäischen Verfassung geht. Denn gerade die Deutschen haben sich doch – wenn man mal von den volksfernen Sesselpupsern im Parlament absieht – vor allem darüber mokiert, dass der Prozess, der Europa eine nationenübergreifende Verfassung bescheren sollte, ohne sie stattgefunden hatte.