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Kategorie: Kurz angemerkt  

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Samstag, 3. Februar 2007

Die Spinner von Catania

Und schon wieder hat es randalierende Fußballfans gegeben. Nein, falsch. Das klingt alles viel zu harmlos. Das war kein Randalieren mehr – von „Fans“ ganz zu schweigen! Das war Mord und Totschlag! Ja, sag mal, sind die noch ganz bei Sinnen?

Haben denn die Angriffe deutscher Hooligans auf Daniel Nivel vor mittlerweile achteinhalb Jahren und deren Folgen nicht schon gereicht? Nein, jetzt muss auch noch ein Polizist mit dem Leben bezahlen, weil ein paar italienische Hirnamputierte, die sich zu Unrecht Fußballfans schimpfen, mit ihrem Erbsenhirn den „Kampf auf dem Platz“ nicht von „Krieg auf der Straße“ unterscheiden können. Naja, wie denn auch mit einem IQ von knapp unter 6? Jedes Brot hat einen höheren Intelligenzquotienten, damit es irgendwann schimmeln kann. Oder, um es stilgerechter zu formulieren (denn das Ganze fand in der italienischen Stadt Catania statt): Eine Spaghetti braucht einen IQ von 9, damit die Tomatensoße an ihr haften bleibt.

Erstliga-Fußball in Italien ist jetzt erstmal abgesagt. Ob der Verantwortliche noch gefasst wird und ob die gewalttätigen Arschlöcher jemals aussterben werden… Die Hoffnung stirbt zuletzt.

P.S.: Ohne über mein Profil meine anderen bei Blogger gehosteten Weblogs gesehen zu haben: Kann man dem Titel dieses Beitrag ansehen, dass ich ein Spieler bin (Gesellschafts-, also Brett- und Kartenspieler, wohlgemerkt!)? Falls nicht, ist das vielleicht ist auch besser so, denn mit Klaus Teuber oder dem Kosmos-Verlag will ich mich hier nun wirklich nicht anlegen.

Montag, 29. Januar 2007

Will Anne?

Sabine Christiansen hört auf. Aber das wisst ihr ja schon. Günther Jauch wäre gerne in ihre Fußstapfen getreten, aber das haben die ARD-SumpfnasenIntendanten verbockt. Aber das wisst ihr ja auch schon.

Was ich erst nachträglich erfahren habe, ist die offene Abneigung, die von manchen Leuten Herrn Jauch gegenüber ausgesprochen wird, insbesondere in Foren und Gästebüchern im Internet. Man muss Herrn Jauch nicht lieben. Jeder hat seine Macken und es gibt wohl keinen, der wirklich aller Welt Darling ist. Ihm aber die Leitung einer politischen Gesprächssendung abzusprechen, weil er sich mit „Wer wird Millionär?“ insbesondere als Quiz-Moderator einen Namen gemacht hat, zeugt von haarsträubender Ignoranz. Oder davon, dass die so Argumentierenden vorzugsweise „Bild“ lesen und sich von deren Hetzkampagne gegen Günther Jauch haben mitreißen lassen. Hat aber mit dem Thema nur am Rande zu tun, ich wollte es nur noch los werden.

Gestern will also die Süddeutsche Zeitung von einem „hochrangigen ARD-Mitarbeiter“ erfahren haben, dass die Nachfolge für Frau Christiansen jetzt fest steht. Anne Will, 40-jährige Tagesthemen-Moderatorin, soll im Rahmen eines Bäumchen-Wechsel-Dich-Spielchens den Sonntagabend-Talk übernehmen, an ihre Stelle in der Tagesthemen-Redaktion könnte Sandra Maischberger rücken, aber das ist eher noch Spekulation. Und auch Frank Plasberg, den so mancher wohl lieber auf Christiansen Platz gesehen hätte, soll nicht leer ausgehen: Auch für ihn ist ein Sendeformat im Ersten im Gespräch – vermutlich wird sein „Hart aber fair“ jetzt mit der Ersten Liga geadelt (auch wenn es nicht immer fair zuging).

Und schon geht wieder das Gekeife los: Die einen hacken wieder auf dem Jauch rum, die anderen finden die Will zu brav, und wieder andere halten den Plasberg für einen Hinterwald-Journalisten. Ich lehne mich da einfach zurück, beobachte das Ganze aus der Ferne, und warte den Spätsommer ab, der uns (vielleicht?) einen interessanten politischen Sonntag-Abend mit Anne Will bescheren wird.

Sieht so aus, als hätte ich heute nicht mal was zu meckern. Selbst wenn ich will.

Sonntag, 21. Januar 2007

Klaus Lage singt…

„Wir sind nur die Randfiguren in einem schlechten Spiel…“ Angehörige meiner Generationen wissen, welches Spiel der Herr Lage da besungen hat. Und weil ich aufgrund neuer Gesetze in Zukunft vielleicht Probleme bekomme, wenn ich hier Produktnamen nenne, nenne ich eben keinen Produktnamen.

Jedenfalls will die Herstellerfirma in der zweiten Jahreshälfte eine Deutschland-Version davon auf den Markt bringen. Zu diesem Zweck sollen die altbekannten Straßen durch Städte ersetzt werden. Welche deutschen Städte welche der 22 Straßen ersetzen sollen, darüber können jetzt Internetnutzer auf deren Seite laut einer Meldung auf Heise Online abstimmen. Auch die Namen für die Bahnhöfe und Elektrizitäts- bzw. Wasserwerk sollen neu vergeben werden.

Explizit danach gesucht wird wohl nicht, aber es gibt bereits Vorschläge, auch das Gefängnisfeld umzubenennen. Wie wäre es beispielsweise mit Guantanamo? Ach nee, es sollte schon was sein, wo man auch wieder raus kommt…

Donnerstag, 18. Januar 2007

Sturmfrei

Die Buchstabenfolge „Kyrill“ habe ich bisher immer nur mit Russland beziehungsweise seinen Schriftzeichen in Verbindung gebracht. Seit gestern, spätestens aber seit heute, hat sie eine weitere Bedeutung gewonnen.

Denn seit heute früh ist Nordwestdeutschland – also Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen – in einer Art Ausnahmezustand. Allenthalben Sturmwarnungen, ob im Radio, in der Zeitung oder im Internet. Der schlimmste Sturm in Deutschland seit Aufzeichnung der Wetterdaten soll heute über unser Land hinwegfegen. Das Orkantief „Kyrill“ treibt umher.

Draußen biegen sich schon die Bäume, der Wind heult um die Regenfallrohre und in regelmäßig unregelmäßigen Abständen knallt in diesem (wie wohl auch in jedem anderen) Bürogebäude ein Fenster oder eine Tür zu. Immerhin hat die Sintflut, die mich heute morgen auf dem Weg zur Arbeit begleitet hat, ein wenig nachgelassen.

Und die Warnung von gestern Abend wurde mittlerweile offiziell wahr gemacht: Die Schulen machen die Schotten dicht, beenden vorzeitig den Unterricht und schicken die Schüler nach Hause bzw. lassen die Jüngeren wie im Falle unserer in die ersten Klasse gehenden Tochter von den Eltern abholen.

Nach dem altbekannten und immer wieder beliebten „Hitzefrei“, dem weniger häufigen, aber auch schon vorgekommenen „Schneefrei“ oder „Glatteisfrei“ („Kältefrei“ gibt’s wohl auch häufiger, wenn im Winter schonmal die Heizung in der Schule ausfällt, nur eben nicht in diesem Winter), gibt es seit heute neuerdings auch das „Sturmfrei“.

Da gewinnt der Begriff „sturmfreie Bude“ bei den Jugendlichen schlagartig eine neue Bedeutung. Nun denn, ich geh noch mal alle Fenster kontrollieren, bevor ich weg fliege.

Mittwoch, 10. Januar 2007

Diplomatie in Reinkultur

Das Öl fließt wieder, jippie! Zumindest soll es das ab morgen. Nach einem Bericht auf WDR2 haben Russlands Präsident Putin und sein Weißrussischer Amtskollege Lukaschenko in einem Telefongespräch eine Lösung für den Konflikt gefunden.

Und diese Lösung ist so einfach wie genial: Weißrussland kriegt die geforderten Transitgebühren einfach nicht, muss das Öl trotzdem durch die Pipeline auf eigenem Staatsgebiet Richtung Westeuropa durchleiten. Ich überlege schon die ganze Zeit, wie dieses Gespräch vielleicht verlaufen sein könnte…

„Hallo Alexander, alter Haudegen, Wladimir hier.“
„Ach, du bist’s. Und, rufst du an, um mir zu sagen, dass du mein Geld schon überwiesen hast?“
„Fast. Ich hab einen viel besseren Vorschlag für dich. Ich geb dir die Kohle in bar. Wie wär das?“
„In bar? Ist das nicht ein bisschen umständlich? Bargeldlos ist es zudem auch noch viel sicherer. Und außerdem steht für die nächste Zeit doch gar kein Staatsbesuch von dir hier an.“
„Njet, ich komme doch nicht selber, und um die Sicherheit habe ich mir auch schon Gedanken gemacht. Ich schicke dir einfach meine beste Armee-Eliteeinheit. Die hat auch gleich die richtigen Mittelchen dabei, um die Zahlung zu schützen. So ein paar Panzer in Minsk machen dir doch nichts, oder? Ach ja… Nicht, dass du dir Sorgen machst, aber es könnte sein, dass die das eine oder andere Gramm Polonium im Gepäck haben. Das macht dir doch nichts aus, oder?

Naja, und den Rest kennen wir ja bereits. Wenn Politik doch nur immer so einfach wäre, gell, Herr Schäuble?

Sonntag, 7. Januar 2007

Das wahre Killerspiel

„Es war doch nur ein Spiel!“, könnte der kleine 10-jährige Junge aus den USA vor dem Tor gesagt haben, das ihm Petrus an Silvester geöffnet hatte, damit er eintreten (und aus unserer Welt wegtreten) kann.

Er hatte im Fernsehen Berichte über Herrn Husseins Hinrichtung gesehen und wollte das ganze in seinem Kinderzimmer „nachspielen“. Also nahm er einen Strick, hängte den wo-auch-immer auf, stellte sich auf sein Hochbett, steckte den Kopf in die Schlinge und… rutschte aus. Pech gehabt.

Traurig für den Jungen, traurig für die Eltern. Und es tut mir ebenfalls in der Seele weh, so etwas lesen zu müssen. Andererseits liegt mir ein Spruch auf den Lippen à la: „Ein Land, dessen Bevölkerung die Todesstrafe noch immer derart befürwortet und im Grunde genommen die Hinrichtung Saddam Husseins zu verantworten hat, hat es nicht besser verdient als mit solchen Schicksalsschlägen konfrontiert zu werden.“

Aber ich glaube, ich verkneife es mir besser.

Montag, 1. Januar 2007

Glückwunsch zum Nachwuchs

Herzlichen Glückwunsch den frischgebackenen Eltern! Das meine ich ernst.

Als dreifacher Papa weiß ich eure Aufopferung für den Sozialstaat, für sichere Renten und gegen das Aussterben der Deutschen weiß Gott zu würdigen! Und stellt euch vor: Wenn euer Einkommen eine gewisse Grenze nicht überschreitet, erhaltet ihr sogar bis zu 300 Euro monatlich – mindestens in den ersten sechs Lebensmonaten eures neugeborenen kleinen Wonneproppens!

Ach ne… Momentchen… im neuen Jahr wird ja alles anders. Ab sofort kann man ja bis zu 1.800 Euro monatlich von Vater Staat an Elterngeld kassieren, und das bis zu 14 Monate lang. Ja, da kann man wirklich gratulieren. Das ist ja fast wie monatliche Sofortrente von der Glücksspirale. Jetzt müsst ihr nur noch dafür sorgen, dass das Kleine dann in einem Jahr einen Krippenplatz bekommt. Aber vielleicht tut unsere Regierung bis dahin ja auch noch was dafür.

Ich verrate auch niemandem, dass euer Balg eigentlich schon Silvester um 21:46 Uhr das Licht der Welt erblickte, weil die Mittelchen zum Hinauszögern der Geburt nach 2 Tagen einfach keine Wirkung mehr zeigten, und die Hebamme sich nach Winken mit drei grünen Scheinchen – hoffentlich nicht aus dem eigenen Tintenstrahldrucker – bereit erklärt hatte, in die amtlichen Unterlagen als Geburtstermin 0:01 Uhr an Neujahr einzutragen.

Aber nur unter uns, unter vier Augen: Wir wissen bescheid ;-)
Frohes Neues Jahr!

Freitag, 22. Dezember 2006

Es ist noch Suppe da…

Ist euch schon mal aufgefallen, dass es vom Nebel am Londoner Flughafen kaum Bildmaterial in den Medien gibt? Ja, okay, da ist schonmal das eine oder andere Bild, wo man in weißen Dampfschwaden Flugzeugteile herausragen sieht, aber das kann doch nicht der Nebel sein, der den kompletten Flugverkehr lahmlegen können soll.

Ich hab mir mal die Mühe gemacht, bin mal eben zu Fuß durch den Eurotunnel und hab in Heathrow ein Foto geschossen. Ist echt gut geworden…

nebel.jpg

Freitag, 8. Dezember 2006

Pressemitteilung Nr. 105/02

Beckstein: „Killerspiel-Verbote ohne Sicherheitswert, die legale Computerspieler diffamieren“

„Der Entwurf aus den Ländern zum geplanten Killerspiel-Verbot ist unübersichtlich, in Teilen sogar unverständlich und enthält unvertretbare Belastungen für Computerspieler, Sportschützen und Programmierer sowie für Behörden. Vor allem lässt sich damit nicht die Innere Sicherheit erkennbar verbessern. Dieses pauschale Misstrauen gegenüber legalen Computerspielen, insbesondere von Strategie- und Kriegsspielen, ist vollkommen verfehlt und absolut inakzeptabel. Gerade illegale und auch legale Schusswaffen haben doch eine immer größere Bedeutung bei Straftaten, sind also das weit größere Problem für die Innere Sicherheit. Vor allem für den Missbrauch von (zum Teil auch legalen) Schusswaffen insbesondere durch Jugendliche gibt es ein ganzes Bündel anderer Ursachen als sogenannte Killerspiele. Dazu zählt etwa der unkontrollierte Zugang zu Waffenschränken der Eltern und die Beschäftigung mit sogenannten Schützenfesten, die in lebensverachtender Weise Todeshandlungen an Tieren simulieren. Bayern wird deshalb die Neuregelung zum Killerspiel-Verbot in der derzeitigen Planung ablehnen,“ kritisiert Bayerns Innenminister Dr. Günther Beckstein die Gesetzesplanung.

Der Entwurf der Länder zum Verbot der Killerspiele bestand zwar hauptsächlich aus bayerischen Forderungen wie etwa die, dass eine strafrechtliche Erlaubnis bei gewaltverherrlichender Darstelleung nicht mehr erteilt wird oder den künftig erforderlichen Altersnachweis beim Kauf von Computerspielen sowie schärfere Regelungen für die sichere Aufbewahrung von Software allgemein. Als zwingend notwendige Änderungen des Länderentwurfes nannte Beckstein unter anderem:

  • Das neu vorgesehene Verbot von First-Person-Shootern muss unterbleiben. Es stellt aus bayerischer Sicht eine sachlich nicht gerechtfertigte Verschärfung dar. Die Bestimmung würde Unfrieden in die Spieleszene tragen und insgesamt der Spieler-Community schweren Schaden zufügen.
  • Auch die neu eingeführte zusätzliche Prüfung des Bedürfnisses für alle in Besitz eines Clanspielers befindlichen Computerspiele bei einem Antrag auf Erwerb eines weiteren Spiels ist sicherheitsrechtlich unnötig und bedeutet für alle Beteiligten einen unvertretbaren Mehraufwand.
  • Computerspieler müssen auch künftig Programme erwerben und besitzen dürfen, die nach dem Schulrecht zum Unterricht nicht zugelassen sind. Es handelt sich dabei um Spiele, die aufgrund ihrer geringeren pädagogischen Wirkung zwar nicht zum Lernen, aber bisher unproblematisch zum Zeitvertreib und Abreagieren verwendet wurden.
  • Zur Reduzierung unnötiger Belastungen für den Computerbesitzer und auch für die Verwaltung ist es weiterhin notwendig, etwa auf die obligatorische periodische Überprüfung des Bedürfnisses 3 und 6 Jahre nach Erteilung spielerechtlicher Erlaubnisse zu verzichten, das Mindestalter für den Umgang mit geprüften Lernprogrammen von 10 auf etwa 4 Jahre zu senken sowie erleichterte Regelungen für Angestellte der IT-Branche zur Inbetriebnahme eines Internetzugangs im Zusammenhang mit öffentlichen Veranstaltungen zu schaffen.

Naja, oder so ähnlich.

Freitag, 1. Dezember 2006

Lektorat neu zu besetzen

In der Redaktion von Tagesschau.de ist die Stelle des Lektors zurzeit vakant. Interessierte Bewerber schicken bitte aussagefähige und vollständige Bewerbungsunterlagen an die im Impressum angegebene Adresse.

Oder wie, wenn nicht durch nicht vorhandene Lektoren, würdet ihr das hier erklären:

bild4.gif

(rote Markierung von mir)

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