Haus-Icon

Kategorie: Das muss weh tun  

Fundstücke

Blogrolle

Andere

Egoload - Analytischer Denker

TopBlogs.de

bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis

Add to Technorati Favorites

Freitag, 22. Juni 2007

Den Schlüssel, bitte

E-Mails kann man veschlüsseln. Das könnte zum Beispiel dann ratsam sein, wenn man mit einem Abgeordneten des Bundestages per E-Mail in Kontakt treten will, der aber Mitglied der Fraktion „Die Linke“ ist. Es bestünde nämlich die Gefahr, dass dieser Abgeordnete unter Beobachtung des Verfassungsschutzes steht, und man möchte doch nicht plötzlich selbst in dessen Visier oder gar in die Anti-Terror-Datei geraten.

Eine nicht näher benannte Person, nennen wir sie Gustav, wollte also dem Bundestagsabgeordneten seines Wahlkreises eine E-Mail zukommen lassen. Ich weiß nicht, ob dieser Abgeordnete ein „Linker“ ist, aber es kann auch andere Gründe geben, warum Gustav seine E-Mail gerne vor den Blicken Anderer schützen und daher verschlüsseln möchte. Doch vorher ein kleiner Exkurs. Was ist eigentlich Verschlüsselung?

Den ganzen Beitrag lesen »

Mittwoch, 20. Juni 2007

Sicher im Netz

Wenn Schäuble behauptet, Deutschland sei „jetzt sicher im Netz“, was meint er dann damit?

Dass sein Schleppnetz für merkbefreite Deutschländer, die ihm in seinem Sicherheits- und Überwachungswahn täglich aufs Neue auf den Leim gehen, sicher und zufriedenstellend gefüllt sei?

Den ganzen Beitrag lesen »

Samstag, 16. Juni 2007

Abi 007 – Die Lizenz zum Feiern [Update]

Wie ist das eigentlich bei euch (gewesen)? In meiner Erfahrung ist das Verhältnis zwischen Abiturienten und Schulleitungen, wenn es um den angemessenen Rahmen der schülerorganisierten „Feierlichkeiten“ geht, seit jeher ein angespanntes gewesen. Die Schulleitung bekam bei uns regelmäßig Bauchschmerzen, wenn nach Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse der Abiturienten-Streich kurz bevorstand. Kennt ihr doch, Abi-Streich, oder? Sowas wie unangemeldet Sand in die Pausenhalle kippen und Aufgänge zum Treppenhaus versperren, damit die Schüler nicht in die Klassen kommen, der Unterricht ausfallen muss und alle ne lässig-faire Beach-Party feiern können. Zum Beispiel.

Meine ehemalige Lehrerin aus dem Mathe-Grundkurs der elften Jahrgangsstufe hat sich da letzte Tage ein richtiges Schnitzerchen geleistet – aber ich kenn sie ja, für mich ist das nix Neues. Sie ist jetzt nämlich (übrigens schon etwas länger) Schulleiterin des Nachbar-Gymnasiums und demzufolge in genau der Situation gewesen, dass sie auf dem Schulleiter-Posten der Dinge hätte harren müssen, die die Abiturienten sich ausdenken wollten. Wollten. Denn soweit kam es erst gar nicht. Um diesem „revolutionären Geplänkel“ (O-Ton Arby) von vornherein einen Riegel vorzuschieben, hat die Schulleitung einen so genannten Abi-Streich von vornherein… verboten. Sic!

Den ganzen Beitrag lesen »

Montag, 11. Juni 2007

Schäääääuuuuuble!

Bereits am Freitag wurde bekannt (und heute stehts auf Heise), dass der Web-Server unter der Adresse www.angela-merkel.de von Unbekannten gehackt wurde, die dort ein Programm installieren und starten konnten. Das Programm war wohl so eine Art Proxy für den Internet Relay Chat (IRC), der es ermöglichte, dass Benutzer dieses Proxys sich im IRC als User des Rechner angela-merkel.de ausgeben konnten.

Da ich selbst lange Zeit im IRC unterwegs war, kann ich mir ungefähr vorstellen was in so einem Channel los ist, wenn ihn jemand mit der Kennung „ich@busen.von.angela-merkel.de“ betritt, die zudem noch als „echt“ authentifiziert ist.

Ich kann mir aber auch vorstellen, was im Kanzlerinnenamt los war, als unsere Bundesheldin am Freitag von diesen Späßen auf „ihrem“ Webserver erfuhr:

„Schääääuuuuble! Sofort in mein Büro! Mit Notizblock und Bleistift! Sofort gegen diese Spinnereien vorgehen, mit aller Härte! Aber Zackig! Null Toleranz! Weggerollt!“

„Tschuldigung, Frau Merkel. Das war der Bundestrojaner. Soll nie wieder vorkommen!“

Mittwoch, 6. Juni 2007

Hirnschmuggel

Im Lokalteil meiner Tageszeitung wird heute von einer erfolgreichen Sicherstellung von Schmuggelware berichtet*. Acht Millionen Glimmstängel, das sind vermutlich 400.000 Schachteln beziehungsweise 40.000 Stangen Zigaretten, konnten sichergestellt, und zwei „Lagerarbeiter“, die laut Zeitung „Inder mit britischem Pass“ sein sollen, festgenommen werden. Herzlichen Glückwunsch.

Es wird aber auch gleichzeitig erwähnt, dass unser Ruhrgebiet zunehmend zu einem Umschlagplatz für Schmuggelware wird. Immerhin habe das Zollfahndungsamt Essen dieses Jahr bisher schon so viele Schmuggel-Kippen beschlagnahmt wie im kompletten Jahr zuvor. Schlussfolgerung also: Es muss was dagegen unternommen werden.

Aber doch nicht so:

Die Ermittler des Zolls gehen davon aus, dass es sich bei den festgenommenen Briten nicht um Einzeltäter handelt. „Solche Geschäfte brauchen eine ganz bestimmte Logistik. So wie sich der Sachverhalt darstellt, stecken wahrscheinlich ganz andere Leute dahinter“, sagte [der Sprecher des zuständigen Zollfahndungsamtes Essen,] Schulze.

Dann war das ja richtig ausgefuchst vom Zoll, die erfolgreiche Aushebung von zwei Botenjungen an die große Glocke zu hängen und in der Zeitung (und im Internet) zu veröffentlichen. Denn die „ganz anderen Leute“, die „dahinter stecken“ sollen, lesen die WAZ bestimmt nicht und sind demzufolge jetzt auch gar nicht gewarnt.

Du meine Güte, da werden viel belanglosere Dinge von den Ermittlungsbehörden unter Verweis auf laufende Ermittlungsverfahren totgeschwiegen, und hier wird ein Fahndungserfolg an die große Glocke gehängt, der gar keiner ist, denn die Drahtzieher laufen schließlich immer noch frei herum und suchen sich jetzt einfach eine neue Lagerhalle und neue indische Briten.

*) Ich spare mir den Link auf die Meldung im Netz, weil die in drei Tagen eh wieder verschwunden sein wird. Das Meldungsarchiv der WAZ, insbesondere der Lokalredaktionen, ist wirklich nur was für Masochisten.

Donnerstag, 31. Mai 2007

Platz da, jetzt komm ich

Es ist immer nützlich, ein heißes Mäuschen im Bett Eisen im Feuer zu haben. Dachte sich Horst Seehofer angesichts Herrn Stoibers Rücktritt auf Raten, der im September dann endgültig vollzogen sein und ein häßliches Loch in den Ämtern des Parteivorsitzenden der CSU und des Ministerpräsidenten von Bayern hinterlassen haben wird.

Also winkt er mal eben, ungeachtet der Sperma-Flecken auf der eigenen Weste, mit Enthüllungsdrohungen, um den Weg für die eigene Machtergreifung frei zu räumen.

Ich überlege gerade krampfhaft, wer am Ende der (oder die) lachende Dritte sein könnte. Gabriele Pauli vielleicht? Immerhin scheint sie die einzige zu sein, die nur posiert, die Klamotten um die Hüfte aber nicht komplett abgelegt hat.

[via]

Samstag, 26. Mai 2007

So spart man beim Tanken

Ich wunder mich ja schon. In unserem Land geht in Hamburger Briefpostzentren und Bremer Universitäten die Rechtsstaatlichkeit übern Jordan, und die Deutschen regen sich über zu hohe Benzinpreise auf.

Dabei habe ich überhaupt kein Problem mit steigenden Benzinpreisen. Ich habe sogar einen Trick, wie ich die Spritkosten für mich auf einem konstanten Level halten kann. Soll ich ihn euch verraten? Na gut, aber nur, weil ihr so gute und treue Leser meines Blogs seid: Ich tanke einfach immer nur für 50 Euro. Da kann mich die Mineralölindustrie mal. Ätsch.

Freitag, 25. Mai 2007

Das Wettrennen - Teil II

Lieber Zugführer des TGV. Du solltest deinen Zug von Stuttgart nach Paris fahren, und nicht in meinem Blog lesen.

Wer kann denn aber auch ahnen, dass der meinen Artikel derart ernst nimmt und wirklich ne halbe Stunde bummelt, weil er aufgrund meines Beitrags denkt, der ICE würde auch 30 Minuten später in Paris eintreffen?

Freitag, 25. Mai 2007

Fremdgeständnis

Ich kenne das ja bisher so: Wenn man Tatverdächtiger in einem Strafverfahren ist, kann es schon mal vorkommen, dass einem ein milderes Urteil oder gar Straferlass in Aussicht gestellt wird, wenn man im Gegenzug ein volles Geständnis ablegt und auch Reue dabei zeigt. Nicht grundsätzlich, aber es kommt vor.

Dass aber ein Strafverfahren eingestellt werden kann, wenn andere ihre Verfehlungen beichten, das ist mir neu und zeigt, wie schizophren unsere Welt doch geworden ist.

Dienstag, 22. Mai 2007

Außergewöhnliche Liebeserklärung

Pressemitteilung der Polizeidirektion Göttingen:

Ein 19 Jahre alter Mann aus Göttingen hat sich Sonntagnacht (20.05.07) gegen 01.10 Uhr in der Arndtstraße offenbar Hals über Kopf in einen Funkstreifenwagen der Göttinger Polizei „verliebt“. Die Funkstreife war zuvor auf den jungen Mann aufmerksam geworden, weil er anscheinend vollkommen teilnahmslos auf dem Bordstein saß und auf Ansprechen keine Reaktion zeigte.

Beim Anblick des blau-silbernen Streifenwagens wurde der Göttinger dann plötzlich sehr aktiv. Er stand auf, lehnte sich gegen das Auto und führte nach Schilderungen der Beamten „begattungsähnliche“ Bewegungen aus, bevor er den Wagen zu guter Letzt teilweise mit der Zunge ableckte.

Durch das Geschehen zunächst verdutzt, führte die anschließende intensive Prüfung ihrer Beobachtungen die Ordnungshüter zu dem eindeutigen Schluss, dass dieses kein „landestypisches“ Verhalten sei. Sie verständigten einen Krankenwagen, der den möglicherweise leicht Verwirrten in ein Krankenhaus brachte.

Kommentare dazu:

  • Was wäre denn ein „landestypisches Verhalten“? Wenn er ihnen in den Tank gepisst hätte?
  • Aber sehr schön die Allgemeine Dienstanweisung für Streifenpolizisten eingehalten: Erst mal verdutzt, dann intensiv geprüft und einen eindeutigen Schluss gezogen. Sehr lobenswert!

Hinweis auf Meldung und Kommentare gefunden in der Usenet-Gruppe de.talk.jokes.

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: