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Freitag, 25. Januar 2008

Knicken und knacksen

„Die knicken irgendwie ein, und sei es, dass sie uns nur noch eine halbe Produktion geben.“ Diese Hoffnung macht sich momentan der Betriebsrat des Bochumer Nokia-Werks, nachdem Nokia zugab, von der Welle der Entrüstung über die Schließung des Standorts Bochums zugunsten des neuen Werks in Rumänien überrascht worden zu sein. Die schnelle Entschuldigung seitens der Konzernführung schüre die Hoffnung, dass da „vielleicht noch etwas anderes hinterherkommt.“

Im Ernst: Ich glaube nicht, dass da wirklich noch was kommt. Nokia wird sich vielleicht an einem Sozialplan beteiligen und drei Kreuze machen, wenn es die 2.300 Ruhries, die es jetzt gegen sich aufgebracht hat, irgendwann endgültig vom Hals hat. Und dann ist die Reparatur des angeknacksten Images angesagt.

Sollte es wider Erwarten doch zu einem Fortbestehen des Werks in Bochum mit stark reduzierter Belegschaft kommen, werde ich die Situation wohl selbst noch einmal neu bewerten müssen und würde dann zu dem Schluss kommen, dass dies am Ende vielleicht doch gar das strategische Ziel der ganzen Aktion war. Das wäre dann das klassische „Gummibärchen-Syndrom“.

PS: Meine Frau hat seit gestern ein neues Handy. Am Wochenende wird ihr letztes Nokia dann „stilgerecht“ entsorgt.

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