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Archiv: November 2007  

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Donnerstag, 29. November 2007

An ihren Lügen sollst du sie erkennen

Es ist immer wieder erschreckend, wenn man eindrucksvoll vor Augen geführt bekommt, wie die Medien in der Berichterstattung die Fakten ignorieren, verbiegen oder uminterpretieren, um eigene Interessen, die Interessen von Lobbyisten oder die Interessen des bevorzugten politischen Lagers des Intendanten, Chefredakteurs oder Verlagseigners durchzusetzen.

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Dienstag, 27. November 2007

Wortspiele

Der Metzger, der sich in Gegenwart von Sozialhilfeempfängern doch so richtig wohl fühlen müsste, denn schließlich werden Mastschweine auch ruhiggestellt und mit Kohlenhydraten vollgestopft, hat sich in der Partei der Blümchenwiese nicht mehr wohl gefühlt. Und ist ausgetreten.

Etwas enttäuscht bin ich jedoch darüber, dass er sein Landtagsmandat zurück gibt und doch nicht zu den Rindviechern und Politiksäuen überläuft, wie es sich für einen Metzger gehört.

Mittwoch, 21. November 2007

Filesharing auf britisch

Peinliche Panne passiert. Post verschlampt Persönliches. Parlament prügelt patzenden Politiker. So lässt sich verkürzt wiedergeben, was derzeit auf der anderen Seite des Kanals für extreme Unruhe sorgt. Dort sind nämlich zwei CDs, die unter anderem die Adressen, Geburts- und Bankdaten von 25 Millionen Kindergeldempfängern, Kindern und Betreuern enthalten, beim Versand per Post verloren gegangen. Und kein Mensch weiß, wo sie abgeblieben sind — Liegen die jetzt hinter irgendeinem Schrank oder in irgendeiner Ritze im Postverteilzentrum oder hat sich die jemand unter den Nagel gerissen und nutzt die gespeicherten Informationen demnächst für Betrügereien?

Der Britische Finanzminister steht jetzt unter Druck, sieht aber keinen Grund, deswegen zurückzutreten. Was sollte das auch bringen? Futsch ist Futsch.

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Freitag, 16. November 2007

Meinungsäußerung ist strafbar

Wenn man der Bundeskanzlerin im Rahmen eines Besuchs durch den französischen Staatspräsidenten mal seine Meinung zum Thema Überwachung und Co. sagen will, sollte man es schon vermeiden, auf selbige zuzustürzen und dabei mit den Händen in ihre Richtung zu gestikulieren – ob nun in Form von Fäusten oder nicht. Sonst kann es schon passieren, dass man von Sicherheitskräften spontan niedergerungen und in Gewahrsam genommen wird. Ob man in dem Zusammenhang darüber lamentieren darf, dass man seine Meinung nicht mehr frei äußern dürfe, sei daher mal dahingestellt.

Wenn aber in einem Forum mehrere Leute über eine Hartz-IV-Empfängerin diskutieren, die aufgrund ihrer langen Arbeitslosigkeit und vermutlich aussichtslosen Perspektiven ihr Heil darin suchte, im Jobcenter „aufzuräumen“ und zwei Mitarbeiter als Geiseln nahm, kann man bei den darauf folgenden Ereignissen schon den Kopf schütteln und sich wundern.

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Donnerstag, 15. November 2007

Ätsch, zu spät!

Seit dem 1. November gibt es ja diese schicken neuen Reisepässe. Na ja, sehen genauso öde aus wie vorher. Und der RFID-Funkchip ist immer noch im Deckel versteckt, auf dass man ihn nicht ständig sehen muss und die Tatsache, dass man mit dem Pass eine elefantengroße Sicherheitslücke mit sich rumschleppt, prima verdrängen kann. Nur eine klitzekleine Änderung gabs beim Inhalt dieses Funkchips: Da ist jetzt mehr drin. Klingt fast wie ein Werbespot, und wurde uns von den Gesetzbastlern auch wie ein solcher verkauft. Wer jetzt einen neuen Pass braucht, darf auf dem Amt seine Fingerabdrücke elektronisch erfassen und speichern lassen, damit die Bundesdruckerei diese jetzt auch in den RFID-Chip brennen kann. Tja, und das mag nicht jeder…

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Dienstag, 13. November 2007

Erster für 100.000 Euro

Guten Tag ratsbuero@badoeynhausen.de,

ich habe gerade auf heise.de gelesen, dass Sie die Anschaffung von 28 Wahlcomputern mit einem Investitionsvolumen von 137.200 Euro planen und das mit Kostenersparnis begründen. Wegfallen würden nach dem Bericht demnach:

  • 3 Wahlvorstände pro Wahl und Wahllokal (?)
  • Ein Großteil der Stimmzettel
  • Urnen und Kabinen

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Dienstag, 13. November 2007

Schnäppchen

Studenten der Betriebswirtschaft haben es schwer: Ständig werden sie belächelt. Denn es gibt ein Vorurteil, das sich hartnäckig hält und das besagt, dass Abiturienten, die unbedingt studieren wollen, sich aber nicht so richtig für ein bestimmtes Fach entscheiden können, die Entscheidung nach dem Motto: „Dann studiere ich halt erstmal BWL“ fällen.

Arme BWL-Studenten. Denn ein Ende dieses Vorurteils ist nicht in Sicht. Eher im Gegenteil, es wird noch schlimmer. Demnächst heißt es dann in der Steigerung: „Hast du dein BWL-Studium etwa bei Tchibo gemacht?“

Dienstag, 13. November 2007

Wer hat uns verraten?

Da haben mehr als 300 Abgeordnete am Freitag unsere freiheitlich demokratische Grundordnung zu Grabe getragen und ab Januar ist dann in diesem Land Schluss mit lustig, und 26 bemitleidenswerte Genossen – prominentestes Beispiel ist Andrea Nahlesgeben zudem eine öffentliche Erklärung ab, dass sie ja eigentlich gegen die Vorratsdatenspeicherung seien, wegen des Fraktionszwangs jedoch (der aber doch eigentlich gar nicht existiert, siehe auch Art. 38 GG) dafür stimmen mussten und dies nur deshalb mit halbwegs erträglichen Bauchschmerzen tun konnten, weil sie ja davon ausgehen könnten, dass das Gesetz (oder zumindest die verfassungswidrigen Teile davon) eh vom BVerfG wieder kassiert würden.

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Sonntag, 11. November 2007

Gläserne Verbrecher

Ach ja, nur falls es noch nicht zu euch durchgedrungen sein sollte: Das neue Telekommunikationsgesetz (TKG) mit dem, was das Land unter dem Begriff „Vorratsdatenspeicherung“ in Aufruhr versetzt, ist seit Freitag beschlossen. Ich hab am Freitag im Bett gelegen und die Debatte auf Phoenix verfolgt. Während der sagte ein Mensch Typ namens Siegfried Kauder von der CDU folgenden Satz:

„Wir wollen keinen gläsernen Menschen, wir wollen einen gläsernen Verbrecher.“

Neben den vielen anderen Lügen der Koalitionspolitiker war dies die größte Frechheit des Freitags.

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Freitag, 9. November 2007

Wie Hitler?

Erinnert ihr euch noch an Bundesjustizministerin a.D. Herta Däubler-Gmelin? Das ist die, die im September 2002 einen unglücklich konstruierten Satz über Bushs Irak-Politik gesagt haben soll, in dem sie Bush mit Hitler verglichen haben soll:

Es sei in der „sehr emotionalen“ Diskussion über Vorwürfe gegen Bush gesprochen worden, er wolle von innenpolitischen Problemen ablenken. Darauf habe sie selbst gesagt: „Das kennen wir aus unserer Geschichte seit Adolf Nazi.“ (FAZ.net)

Als Folge dieser Affäre wurde sie – unter anderem auf eigenen Wunsch – bei der Regierungsbildung nach der Bundestagswahl 2002 nicht mehr berücksichtigt. (Quelle: Wikipedia) Das zur Vorgeschichte.

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Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: