Mittwoch, 15. August 2007
Habgier
Schon im März berichtete der TecChannel von der geplanten Urheberrechtsnovelle und dass die Urheberrechtsabgaben von Hardware- und Medienherstellern stark angehoben werden sollen: Den ganzen Beitrag lesen »
Parteiisch – Abhängig – Polemisch – Meinungsbildend
Schon im März berichtete der TecChannel von der geplanten Urheberrechtsnovelle und dass die Urheberrechtsabgaben von Hardware- und Medienherstellern stark angehoben werden sollen: Den ganzen Beitrag lesen »
Nachdem letztes Wochenende die umstrittenen Paragrafen 202b und 202c StGB („Hacker-Paragrafen“) in Kraft getreten sind, weil sie am Freitag im Bundesgesetzblatt (PDF) veröffentlicht wurden, gibt es erste Auswirkungen.
Ja, wie jetzt? Sind unsere deutschen Rechnersysteme jetzt tatsächlich sicherer geworden, weil die bösen Hacker ja jetzt illegale Software benutzen müssten, um ihre „Arbeit“ zu erledigen? Schön wärs … – Eher das Gegenteil ist der Fall.
Es gab da kürzlich so ein paar Gerichtsurteile bezüglich der Haftung von Forenbetreibern für die Beiträge der Forennutzer. Gerade das Landgericht Hamburg ist da mit seiner etwas welt- und technikfremden Internetanschauung negativ aufgefallen, indem es behauptete, ein Forenbetreiber müsse rechtswidrige oder beleidigende Beiträge seiner User bereits löschen, bevor sie öffentlich abrufbar sind. Das Hamburger Gericht sieht also nicht den eigentlichen Verfasser einer zu beanstandenden Mitteilung, sondern den Anbieter des Forums als „Störer“ an. Bis dahin reichte es aus, „ab Kenntnis“ derartige Beiträge dahin zu entsorgen, wo sie hingehören.
Ich bin ja auch Papa. Dreifacher. Und ich war bei jeder Geburt dabei, wenn bei der ersten auch nur vor der Tür zum OP, weil wegen Kaiserschnitt. Ein Glück, dass das nicht in der Nachbarstadt Recklinghausen war, sondern in Bochum, der Nachbarstadt in der anderen Richtung von hier.
In einer Recklinghäuser Klinik ist jetzt nämlich ein Fall einer Babyverwechslung bekannt geworden. Zwei Babys, die in der Nacht vom 10. auf den 11. Juli im Abstand von sechs Stunden beide per Kaiserschnitt zur Welt kamen, sind irgendwie vertauscht worden. Wie, darüber rätselt man anscheinend noch. Genau so, wie man lange Zeit gerätselt hat, ob es wirklich eine Vertauschung war oder nicht.
Aus gegebenem Anlass muss ich hier mal auf die recht trockene Situation hinweisen, was eure Kommentare hier angeht. Das kann noch besser gehen.
Wie viel besser, dazu hat Spreeblick jetzt einen videografischen Leitfaden veröffentlicht: „So kommentiert man richtig“.
Also, Leute: Lesen, lernen, anwenden. Am besten fangt ihr mit diesem Beitrag gleich an und stöbert dann noch den Rest hier durch. Wird sich doch was finden lassen, zu dem ihr euren Senf ablassen könnt…
Wenn man ein anderes Land besuchen will, benötigt man in vielen Fällen ein Visum – entweder zur Einreise in das Zielland oder in seltenen Fällen auch zur Ausreise aus dem eigenen Land. Aber wer stellt eigentlich so ein Visum aus? Oder anders gefragt: Wer bekommt die Daten eigentlich zu Gesicht, die ich beim Beantragen eines Visums über mich preisgebe?
Es gibt Meldungen, nach deren Lesen kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Ich meine, dass es Menschen gibt, die sich von Kinderlärm gestört fühlen und deswegen in der Nachbarschaft Terror verbreiten, ist ja nichts Neues. (Ich kenne da sogar persönlich ein paar Fälle – als Familienvater bleibt sowas wohl nicht aus.) Aber dieser Fall hier lässt mich mal wieder exzessiv die Schuppen aus den Haaren schütteln.
So krank ist diese Welt schon. Da gibt es nun seit ein paar Tagen in einigen Bundesländern ein neues Raucherdiskriminierungsgesetz. In Baden-Württemberg zum Beispiel. Dort herrscht seit dem 1. August in Restaurants und Gaststätten ein striktes Rauchverbot. NRW hat sowas noch nicht, da streitet man sich noch darum, ob Eckkneipen einen Sonderstatus erhalten und was überhaupt eine Eckkneipe ist.
Vierzig? Ist das nicht die Zahl, die das Alter angibt, mit dem ein Student durchschnittlich seinen Abschluss schafft? Na ja, noch nicht, aber demnächst wohl mehr denn je… Eigentlich hat die Zahl aber heute eine ganz andere Bewandtnis.
Kapieren die Nasen das etwa immer noch nicht? „Security by Obscurity“ ist Mumpitz.
In Kalifornien ereifern sich gerade, nachdem die dortige Innenministerin einem Großteil der Wahlcomputermodelle knapp vor Fristende die Zulassung entzogen hat, die ganzen Wahlmaschinenhersteller und -befürworter im Sinne von: „Der Test war unfair, weil die Hacker ungehinderten Zugriff auf die Systeme hatten“ und „das ist in der Realität höchst unwahrscheinlich“. Die Leute haben scheinbar immer noch nicht begriffen, was Demokratie eigentlich ist, worauf sie basiert und von welcher Seite ihr die größte Gefahr droht.