Im Oktober letzten Jahres – diverse Kreise hatten längst Vorbehalte gegen elektronische Wahlmaschinen, ich spürte bis dahin erst nur ein leichtes Grummeln in der Magengegend – wies eine Gruppe niederländischer Hacker zusammen mit dem Chaos Computer Club nach, was nach Aussagen von Experten absolut unmöglich sein sollte: Die Manipulation von Wahlcomputern, also solchen Geräten, die bei Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen vermehrt eingesetzt werden, um unsere Stimmen der „allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen“ Wahl zu zählen.
Das machte auch mir endgültig klar, dass Wahlcomputer in diesem Land niemals die manuelle Stimmauszählung von Hand mit Hilfe eines Bleistifts angekreuzter Stimmzettel ersetzen dürfe – allenfalls ergänzen (wenn überhaupt). So beteiligte ich mich an der quasi direkt im Anschluss eingereichten Petition gegen den Einsatz von Wahlmaschinen. Übrigens, wie ungefähr 44.999 andere auch. (Böse Stimmen behaupten gar, es seien Unterzeichnungen der Petition unterschlagen worden.) Es handelte sich hierbei um eine der erfolgreichsten Petitionen überhaupt, was die Unterstützung angeht.
So kam es denn heute zu einer entsprechenden Anhörung im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags. Einen Bericht davon durfte ich gerade auf Heise Online lesen. Der Rettungswagen für meinen Herzkasper ist schon unterwegs, wer meine Fußnägel wieder zurückrollen darf, muss ich noch auslosen.
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