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Archiv: Juni 2007  

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Donnerstag, 21. Juni 2007

Löst der Bundestag sich selbst auf?

Der Bürgerrechtler asleif hat im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und auch in seinem Blog zur aktuellen Diskussion um die für den 1.1.2008 geplante Vorratsdatenspeicherung Stellung genommen. Darin kommen die Mitglieder des Bundestags, die vorhaben, die Gesetzesvorlagen durchzuwinken, nicht gut weg. Ich möchte euch hier durch Aufbereitung seiner Ausführungen ein Gespür dafür geben, auf welch dünnes Eis unser Staat droht sich zu begeben.

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Mittwoch, 20. Juni 2007

Sehr schön gefallen

Über Kunst lässt sich bekanntlich streiten. Vor allem, wenn sie nicht als solche zu erkennen ist. Das war schon immer so und wird immer so bleiben.

Ich jedenfalls habe zu Kunst ein zwiespältiges Verhältnis. Einerseits bin ich natürlich froh, dass es so etwas wie Kunst gibt, denn wann immer mir etwas nicht so gut gelingt wie es vielleicht gewünscht war, kann ich mich darauf berufen, dass das von vorneherein Kunst werden sollte. Praktisch. Den ganzen Beitrag lesen »

Mittwoch, 20. Juni 2007

Sicher im Netz

Wenn Schäuble behauptet, Deutschland sei „jetzt sicher im Netz“, was meint er dann damit?

Dass sein Schleppnetz für merkbefreite Deutschländer, die ihm in seinem Sicherheits- und Überwachungswahn täglich aufs Neue auf den Leim gehen, sicher und zufriedenstellend gefüllt sei?

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Mittwoch, 20. Juni 2007

Durchsage

„Doktor Brinkmann, bitte in die Pathologie. Doktor Brinkmann, bitte!“

Mittwoch, 20. Juni 2007

Fünfhundert stinkende Füße

„Aus heutiger Sicht war der Einsatz nicht nur politisch instinktlos, sondern auch rechtswidrig.“

Das sagte SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz zum Einsatz von Tornado-Kampjets während des G8-Gipfels. Manchmal kann selbst der mir richtig sympathisch sein.
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Dienstag, 19. Juni 2007

In schlechter Verfassung

Über Polen kann man geteilter Meinung sein. Ich mag diese Kaczyński-Brüder als familiäre Symbiose von Staats- und Ministerpräsident auch nicht so richtig. Nach allem, was man von den beiden Typen so mitbekommt, wirkt deren extrem konservative Haltung mehr als unsympathisch.

Nicht mit einstimmen möchte ich aber bei der aktuellen Schelte der deutschen (und europäischen) Berichterstattung, wenn es um Polens Blockadehaltung bezüglich der Abstimmungsmodalitäten in der geplanten gesamteuropäischen Verfassung geht. Denn gerade die Deutschen haben sich doch – wenn man mal von den volksfernen Sesselpupsern im Parlament absieht – vor allem darüber mokiert, dass der Prozess, der Europa eine nationenübergreifende Verfassung bescheren sollte, ohne sie stattgefunden hatte.

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Montag, 18. Juni 2007

Ohne Eindruck

Im Oktober letzten Jahres – diverse Kreise hatten längst Vorbehalte gegen elektronische Wahlmaschinen, ich spürte bis dahin erst nur ein leichtes Grummeln in der Magengegend – wies eine Gruppe niederländischer Hacker zusammen mit dem Chaos Computer Club nach, was nach Aussagen von Experten absolut unmöglich sein sollte: Die Manipulation von Wahlcomputern, also solchen Geräten, die bei Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen vermehrt eingesetzt werden, um unsere Stimmen der „allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen“ Wahl zu zählen.

Das machte auch mir endgültig klar, dass Wahlcomputer in diesem Land niemals die manuelle Stimmauszählung von Hand mit Hilfe eines Bleistifts angekreuzter Stimmzettel ersetzen dürfe – allenfalls ergänzen (wenn überhaupt). So beteiligte ich mich an der quasi direkt im Anschluss eingereichten Petition gegen den Einsatz von Wahlmaschinen. Übrigens, wie ungefähr 44.999 andere auch. (Böse Stimmen behaupten gar, es seien Unterzeichnungen der Petition unterschlagen worden.) Es handelte sich hierbei um eine der erfolgreichsten Petitionen überhaupt, was die Unterstützung angeht.

So kam es denn heute zu einer entsprechenden Anhörung im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags. Einen Bericht davon durfte ich gerade auf Heise Online lesen. Der Rettungswagen für meinen Herzkasper ist schon unterwegs, wer meine Fußnägel wieder zurückrollen darf, muss ich noch auslosen.

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Samstag, 16. Juni 2007

Abi 007 – Die Lizenz zum Feiern [Update]

Wie ist das eigentlich bei euch (gewesen)? In meiner Erfahrung ist das Verhältnis zwischen Abiturienten und Schulleitungen, wenn es um den angemessenen Rahmen der schülerorganisierten „Feierlichkeiten“ geht, seit jeher ein angespanntes gewesen. Die Schulleitung bekam bei uns regelmäßig Bauchschmerzen, wenn nach Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse der Abiturienten-Streich kurz bevorstand. Kennt ihr doch, Abi-Streich, oder? Sowas wie unangemeldet Sand in die Pausenhalle kippen und Aufgänge zum Treppenhaus versperren, damit die Schüler nicht in die Klassen kommen, der Unterricht ausfallen muss und alle ne lässig-faire Beach-Party feiern können. Zum Beispiel.

Meine ehemalige Lehrerin aus dem Mathe-Grundkurs der elften Jahrgangsstufe hat sich da letzte Tage ein richtiges Schnitzerchen geleistet – aber ich kenn sie ja, für mich ist das nix Neues. Sie ist jetzt nämlich (übrigens schon etwas länger) Schulleiterin des Nachbar-Gymnasiums und demzufolge in genau der Situation gewesen, dass sie auf dem Schulleiter-Posten der Dinge hätte harren müssen, die die Abiturienten sich ausdenken wollten. Wollten. Denn soweit kam es erst gar nicht. Um diesem „revolutionären Geplänkel“ (O-Ton Arby) von vornherein einen Riegel vorzuschieben, hat die Schulleitung einen so genannten Abi-Streich von vornherein… verboten. Sic!

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Samstag, 16. Juni 2007

Du schonmal nicht

Schweizer Regierung beschließt heimliche Online-Durchsuchungen

Damit hat sich die Schweiz als Auswanderungsziel für politisch motivierte IT-Fachleute und Schäuble-Hasser quasi selbst disqualifiziert. Schade, im Vergleich mit Kanada oder Neuseeland hätte man dort die wenigsten Probleme gehabt, die Landessprache zu erlernen.

Mittwoch, 13. Juni 2007

Gute Gesellschaft

Flickr – das ist einer dieser mit dem Kunstwort „Web 2.0“ versehenen Internetdienste, zu denen zum Beispiel auch YouTube oder MySpace gehören. Bestandteil des Angebots ist die Bereitstellung von Speicherplatz auf einem Web-Server, auf den ganze Sammlungen von Fotos – Familienalben, Feten-Schnappschüsse, Urlaubsfotos, etc. – hochgeladen, gruppiert, mit Untertiteln sowie Stichwörtern versehen und auf Wunsch dem Rest der Welt öffentlich zugänglich gemacht werden können.

Das ist eine feine Sache und wird schon fleißig genutzt. Das ganze ist so beliebt, dass der vormals nur mit englisch getexteter Oberfläche versehene Dienst seit gestern in sieben weiteren Sprachen aufwartet, unter anderem auch in Deutsch.

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Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: