Haus-Icon

Archiv: Januar 2007  

Fundstücke

Blogrolle

Andere

Egoload - Analytischer Denker

TopBlogs.de

bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis

Add to Technorati Favorites

Mittwoch, 31. Januar 2007

Ziel verfehlt

Schule. Hach, was waren das für Zeiten! Wenn ich aber ehrlich sein soll, bin ich froh, dass ich das lange hinter mir habe. Die Studentenzeit – ja, die würde ich vielleicht nochmal wiederholen und dabei einiges anders machen wollen. Aber Schule? Ne, danke.

Ich weiß ja nicht, ob du noch zur Schule gehst oder ob du schon zum 50-jährigen Jubiläum der bestandenen Abi-Prüfung eingeladen wurdest, aber egal wie, ich wette, jeder von euch kennt diese Typen, die immer besser sind als man selbst, die totalen Streber, immer ne Eins in der Arbeit oder Klausur, egal wie bekloppt das Fach oder das Thema auch ist. Ich kenn das auch – von der anderen Seite. Ich konnte machen was ich wollte. Unter „2+“ ging bei mir keine Mathearbeit durch. Naja, ich hatte meinen Ruf weg, dabei war ich alles andere als ein Streber. Fragt mal meine Ex-Lehrer nach meiner Hausaufgaben-Moral. Aber lassen wir das…

Jedenfalls gab es da mal eine Mathe-Arbeit – keine Ahnung, das könnte so irgendwann zwischen siebter und neunter Klasse gewesen sein – die war die absolute Katastrophe! Ich war völligst aufgelöst, brach alle zehn Minuten in Tränen aus und traute mich kaum noch nach Hause. Die Note, die ich dafür erhalten hatte, war eine „3-“… Minus auch noch!

Ja, heute seh ich das aus einer anderen Perspektive. Heute geht mir das am A vorbei, da lach ich über! Man wird halt reifer und kommt irgendwann aus dem pubertären Alter heraus. Man wird erwachsen und stellt fest, dass der eine oder andere persönliche Rückschlag dazu gehört, dass es andere gibt, denen es noch schlechter geht (die hätten bei einer „3-“ vor Freude ne Kiste Bier geschmissen – was als Schüler zumindest zu meiner Zeit noch ein finanzieller Kraftakt war, ich weiß nicht, wie das heute aussieht) und dass es andere Dinge im Leben gibt, die einfach wichtiger sind.

Oder man heißt Magath oder Beckenbauer und wird eben nicht reifer. Macht sich immer noch furchtbar in die Hose, wenn es halt nicht zum Klassenbesten reicht, sondern der Mathe-Test nach dem Halbjahreszeugnis nur mit „4“ bewertet wurde, wirft einfach alle Brocken hin, obwohl es genug andere in der Klasse gibt, die jetzt schon berechtigt Angst haben müssen, nicht versetzt zu werden.

Naja. Ich schau mir da nur mal kurz meine langsam erkennbaren grauen Haare im Spiegel an und schmunzel kurz in mich hinein, bevor ich mich wichtigeren Dingen zuwende…

Mittwoch, 31. Januar 2007

Ein ewiger Zyklus

Das Wunder des Lebens. Der Sinn unseres Daseins. Die schönste Nebensache der Welt. Alles Synonyme für eine Sache, die sich ganz profan und vulgär auch mit „Poppen und Kinder kriegen“ darstellen ließe. Und damit das ganze auch funktioniert, hat das Leben sich ein facettenreiches, filigranes und ausgeklügeltes System ausgedacht, nach der unsere Biologie funktioniert.

Ich könnte jetzt anfangen und euch erzählen, wie das genau abläuft, insbesondere die Geschichte mit den Bienen und den Blumen. Am Ende will ich aber doch nur darauf hinaus, dass dieser ganze Kladeradatsch es nötig macht, dass weibliche Säugetiere (der Mensch ist nichts anderes als ein fortentwickeltes Säugetier) nur zu gewissen Zeiten überhaupt empfängnisfähig sind, und zu gewissen anderen Zeiten eine Menge Blut verlieren, sofern sie nicht eine Frucht des Lebens in sich tragen. Und das auch noch regelmäßig in weitestgehend festen Abständen.

Naja, ich kann die Klappe ja aufreißen, ich hab ja eigentlich eh keine Ahnung, denn ich bin doch ein Mann. Und als Mann ist das einzige, was man darüber lernt, die Tatsache, dass die Weiber auf irgendeine mysteriöse Art und Weise und aus undefinierbaren Gründen alle vier Wochen rumzicken.

Ich glaube, bei Brigitte Zypries ist es jetzt mal wieder so weit.

Montag, 29. Januar 2007

Heute vor 5 Jahren

Für all diejenigen Mitleser, die nicht aus NRW kommen beziehungsweise nicht in den Genuss kommen, das Programm von WDR2 empfangen zu können oder gar nur hören zu wollen: In der Reihe „Stichtag“ gibt es jeden Tag einen ungefähr fünf Minuten langen Beitrag, in dem ein geschichtliches Ereignis aufgegriffen wird, das sich am jeweiligen Tage jährt – meist handelt es dabei um runde „Jubiläen“.

Im heutigen Beitrag des Autors Gerald Baars ging es um folgendes Thema (Original-Zitat von der WDR2-Homepage):

29. Januar 2002: US-Präsident spricht von „Achse des Bösen“
Die Rede läutete den Krieg im Irak ein und löste heftige Reaktionen in Nordkorea, dem Iran, aber auch Staaten wie Syrien aus. Seit dieser Rede hat sich die Welt verändert. Der Krieg gegen den Terrorismus fördernde „Schurkenstaaten“ hat zahlreiche Opfer auf allen Seiten gefordert.

Die viel beschworene Achse des Bösen – fünf ganze Jahre ist das jetzt schon her; so lange geisterte dieser Begriff schon durch unseren Wortschatz, und keiner hat sie bisher so richtig fassen können, diese Achse. Bis heute.

Ich präsentiere voller Stolz und nicht ohne ein gewisses Quentchen Vaterlandsliebe: (Trommelwirbel) Die Achse des Bösen! (Tusch!)

achse_des_boesen.jpg

Montag, 29. Januar 2007

Will Anne?

Sabine Christiansen hört auf. Aber das wisst ihr ja schon. Günther Jauch wäre gerne in ihre Fußstapfen getreten, aber das haben die ARD-SumpfnasenIntendanten verbockt. Aber das wisst ihr ja auch schon.

Was ich erst nachträglich erfahren habe, ist die offene Abneigung, die von manchen Leuten Herrn Jauch gegenüber ausgesprochen wird, insbesondere in Foren und Gästebüchern im Internet. Man muss Herrn Jauch nicht lieben. Jeder hat seine Macken und es gibt wohl keinen, der wirklich aller Welt Darling ist. Ihm aber die Leitung einer politischen Gesprächssendung abzusprechen, weil er sich mit „Wer wird Millionär?“ insbesondere als Quiz-Moderator einen Namen gemacht hat, zeugt von haarsträubender Ignoranz. Oder davon, dass die so Argumentierenden vorzugsweise „Bild“ lesen und sich von deren Hetzkampagne gegen Günther Jauch haben mitreißen lassen. Hat aber mit dem Thema nur am Rande zu tun, ich wollte es nur noch los werden.

Gestern will also die Süddeutsche Zeitung von einem „hochrangigen ARD-Mitarbeiter“ erfahren haben, dass die Nachfolge für Frau Christiansen jetzt fest steht. Anne Will, 40-jährige Tagesthemen-Moderatorin, soll im Rahmen eines Bäumchen-Wechsel-Dich-Spielchens den Sonntagabend-Talk übernehmen, an ihre Stelle in der Tagesthemen-Redaktion könnte Sandra Maischberger rücken, aber das ist eher noch Spekulation. Und auch Frank Plasberg, den so mancher wohl lieber auf Christiansen Platz gesehen hätte, soll nicht leer ausgehen: Auch für ihn ist ein Sendeformat im Ersten im Gespräch – vermutlich wird sein „Hart aber fair“ jetzt mit der Ersten Liga geadelt (auch wenn es nicht immer fair zuging).

Und schon geht wieder das Gekeife los: Die einen hacken wieder auf dem Jauch rum, die anderen finden die Will zu brav, und wieder andere halten den Plasberg für einen Hinterwald-Journalisten. Ich lehne mich da einfach zurück, beobachte das Ganze aus der Ferne, und warte den Spätsommer ab, der uns (vielleicht?) einen interessanten politischen Sonntag-Abend mit Anne Will bescheren wird.

Sieht so aus, als hätte ich heute nicht mal was zu meckern. Selbst wenn ich will.

Sonntag, 28. Januar 2007

Dann halt Erpressung…

Wenn die übliche Machtausübung mittels Korrumpierung und Bestechung, also der klassische Lobbyismus nicht mehr funktioniert, dann hilft scheinbar nur noch Erpressung.

Auf diesem Standpunkt steht mittlerweile die deutsche Automobil-Industrie. In einem Brief an die EU-Kommission warnten die Chefs der großen deutschen Autobauer, namentlich Norbert Reithofer (BMW), Bernhard Mattes (Ford), Hans Demant (Opel), Martin Winterkorn (VW) und Dieter Zetsche (DaimlerChrysler), vor einem drastischen Verlust von Arbeitsplätzen, sollte Brüssel einen scharfen Grenzwert für den CO2-Ausstoß vorschreiben. So schreibt zumindest Tagesschau.de und beruft sich dabei auf einen Bericht der Bild am Sonntag.

Sollte das – trotz Nachrichtenquelle „Bild am Sonntag“ – stimmen, dann erfüllt das in meinen Augen schon fast den Straftatbestand der Erpressung, mindestens jedoch der Nötigung: Wagt es bloß nicht, uns schärfere Auflagen zu den Abgas-Emissionen zu machen, sonst streichen wir einfach ein paar hundert Stellen – Ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt! Kann man da nicht mal einen Staatsanwalt drauf ansetzen?

Samstag, 27. Januar 2007

Kranke Kasse

Heißa, ich habe heute Post bekommen: einen Liebesbrief von meiner Krankenkasse. Okay, sie liebt vielleicht weniger mich, sonst hätte sie mir diesen Adrenalinschub erspart, als mehr mein Geld. Und das nicht zu knapp.

Zahlte ich doch bis Ende des letzten Jahres einen Krankenkassenbeitrag von 13,8 Prozent meines Bruttogehalts. Ach ja, mein Arbeitgeber zahlt der Kasse natürlich auch noch was, den so genannten Arbeitgeberanteil. Der war früher mal genau so hoch wie das was der Versicherte zahlen muss. Heute ist er 0,9 Prozent niedriger.

Aber wenn ich ehrlich bin, ist diese Darstellung nicht korrekt. Denn eigentlich zahlen ja Arbeitgeber und Versicherter nach wie vor das gleiche, in diesem Fall also 12,9 Prozent – Nur der Versicherte muss einen Zusatzbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent aufbringen, damit er den vollen Krankenversicherungsschutz genießt. Am Ende der Rechnung ist das Ergebnis aber das gleiche wie im vorherigen Absatz: Ich zahlte bisher 13,8 Prozent und mein Arbeitgeber 0,9 Prozent weniger.

So kriege ich heute ein Schreiben, in dem mir freundlich wie Honig ums Maul geschmiert wird, dass seit dem ersten Januar der allgemeine Beitragssatz auf 13,8 Prozent erhöht wurde, er jedoch weiterhin unterhalb des Durchschnitts in der gesetzlichen Krankenversicherung liege. Nanu, denkt man da im ersten Moment, erhöht? Habe ich nicht bisher auch immer 13,8 Prozent gezahlt? Na, das ist ja günstig…

Ach, Momentchen, da steht noch mehr: „Der Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent bleibt unverändert.“ Ach, so. Der Zusatzbeitrag, von dem die Kasse hier so schreibt, als hätte sie selbst die Entscheidungsbefugnis, ihn ebenfalls zu erhöhen oder zu belassen. Den hätte ich ja fast vergessen. Man weiß halt nur, man zahlt 13,8 Prozent, und gut. Auf dem Lohnzettel ist das eh nicht weiter aufgeschlüsselt. Zahle ich also in Zukunft 14,7 Prozent. Warum sagen die das nicht gleich?

In einem Nebensatz wird dann die Beitragssatzerhöhung mit der Mehrwertsteuererhöhung begründet. Schließlich müssen geschätzte Mehrkosten von 24 Mio. Euro irgendwie bzw. von irgendwem getragen werden. (Was von Kosten- und Einnahmeschätzungen zu halten ist, habe ich ja schon einmal niedergeschrieben.)

Der Hammer steht dann aber im nächsten Absatz:

Trotz allem werden Ihre Abzüge für die Sozialversicherung geringer sein als im Vorjahr, da der Beitrag für die Arbeitslosenversicherung wesentlich gesenkt wurde. […]

Da geht mir doch echt die Hutschnur hoch. Übersetzt bedeutet das nämlich so viel wie: Weil der Gesetzgeber es geschafft hat, durch verantwortungsbewussteren Umgang mit Geld die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung zu senken, hat der Pflichtversicherte ja mehr Geld in der Tasche, das wir, die wir als Kasse im Gegensatz zum Bund nicht in der Lage sind, vernünftig mit dem anvertrauten Geld zu haushalten, ihm dann wieder aus der Tasche ziehen können, ohne dass er was davon merkt, weil die Gesamtbelastung ja immer noch niedriger sein wird als vorher.

Danke auch. Ich mach mich schonmal auf die Suche nach einer neuen Kasse. Oder ich frage nach einer Gehaltserhöhung, damit ich endlich in die private Krankenversicherung wechseln kann…

Sonntag, 21. Januar 2007

Klaus Lage singt…

„Wir sind nur die Randfiguren in einem schlechten Spiel…“ Angehörige meiner Generationen wissen, welches Spiel der Herr Lage da besungen hat. Und weil ich aufgrund neuer Gesetze in Zukunft vielleicht Probleme bekomme, wenn ich hier Produktnamen nenne, nenne ich eben keinen Produktnamen.

Jedenfalls will die Herstellerfirma in der zweiten Jahreshälfte eine Deutschland-Version davon auf den Markt bringen. Zu diesem Zweck sollen die altbekannten Straßen durch Städte ersetzt werden. Welche deutschen Städte welche der 22 Straßen ersetzen sollen, darüber können jetzt Internetnutzer auf deren Seite laut einer Meldung auf Heise Online abstimmen. Auch die Namen für die Bahnhöfe und Elektrizitäts- bzw. Wasserwerk sollen neu vergeben werden.

Explizit danach gesucht wird wohl nicht, aber es gibt bereits Vorschläge, auch das Gefängnisfeld umzubenennen. Wie wäre es beispielsweise mit Guantanamo? Ach nee, es sollte schon was sein, wo man auch wieder raus kommt…

Freitag, 19. Januar 2007

Wichtig ist, was hinten rauskommt

Ich hab ja schon mal angedeutet, dass ich mittlerweile sehr viel Spam bekomme. Im Schnitt sind das derzeit so an die 500 Mails pro Tag. Da lobe ich mir die mittlerweile sehr leistungsstarken Spam-Filter, und dass mein Provider als zusätzlichen Service verdächtige Mails entsprechend kennzeichnet, so dass ich schon anhand dieser Kennzeichnung den gröbsten Müll vorsortieren kann.

Und nein, das wird jetzt kein Angriff auf unser gestern still und leise im Schatten von „Kyrill“ verabschiedetes Telemediengesetz, das angeblich dazu dienen soll, Spam-Schleudern in Zukunft mit 50.000 Euro Strafe zu sanktionieren, die sich aber darüber scheckich lachen, weil sie in Kuala Lumpur und auf Fidschi sitzen, und das Gesetz in Wirklichkeit aber den Bespitzelungsstaat Schäubland Deutschland wieder ein Stück vorwärts treibt.

Denn heute ist – wie eigentlich jeden Tag – wieder ein Gutteil Spams durch die Filter geschlüpft und hat trotz aller Restriktionen den Weg in meinen Posteingang gefunden. Betreff: „Warnung: Bitte nach hinten schauen…“ Die Mail fällt denn auch gleich mit der Tür ins Haus (bzw. wenn es nur das Haus wäre):

„Herzlich Willkommen bei der Analentjungferung. Wir freuen uns, Dich hier bei uns begrüßen zu dürfen. […]“

Abgeschlossen wird das ganze mit dem typischen Link am Ende, auf den ich klicken soll, um mich (bzw. meine E-Mail-Adresse) angeblich wieder aus dem Newsletter auszutragen. Wobei ich mich tatsächlich bei so etwas immer wieder frage, ob ich einfach nur Opfer irgendwelcher Adress-Sammler geworden bin, oder ob irgendein übler Zeitgenosse meinte, mir einen „Gefallen“ tun und meine Adresse bei so einem „Dienst“ eintragen zu müssen. Da ich meinem Prinzip treu bleibe, solche Mails grundsätzlich zu ignorieren, bzw. grad noch so viel Energie aufzubringen, die „Entfernen“-Taste zu betätigen, werde ich das auch nie erfahren. Wozu auch?

Frust und Ärger bleiben trotzdem. Solche Spam-Mails sind doch wirklich was für‘n Arsch.

Obwohl… in diesem Fall stimmt das ja sogar…

Donnerstag, 18. Januar 2007

Sturmfrei

Die Buchstabenfolge „Kyrill“ habe ich bisher immer nur mit Russland beziehungsweise seinen Schriftzeichen in Verbindung gebracht. Seit gestern, spätestens aber seit heute, hat sie eine weitere Bedeutung gewonnen.

Denn seit heute früh ist Nordwestdeutschland – also Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen – in einer Art Ausnahmezustand. Allenthalben Sturmwarnungen, ob im Radio, in der Zeitung oder im Internet. Der schlimmste Sturm in Deutschland seit Aufzeichnung der Wetterdaten soll heute über unser Land hinwegfegen. Das Orkantief „Kyrill“ treibt umher.

Draußen biegen sich schon die Bäume, der Wind heult um die Regenfallrohre und in regelmäßig unregelmäßigen Abständen knallt in diesem (wie wohl auch in jedem anderen) Bürogebäude ein Fenster oder eine Tür zu. Immerhin hat die Sintflut, die mich heute morgen auf dem Weg zur Arbeit begleitet hat, ein wenig nachgelassen.

Und die Warnung von gestern Abend wurde mittlerweile offiziell wahr gemacht: Die Schulen machen die Schotten dicht, beenden vorzeitig den Unterricht und schicken die Schüler nach Hause bzw. lassen die Jüngeren wie im Falle unserer in die ersten Klasse gehenden Tochter von den Eltern abholen.

Nach dem altbekannten und immer wieder beliebten „Hitzefrei“, dem weniger häufigen, aber auch schon vorgekommenen „Schneefrei“ oder „Glatteisfrei“ („Kältefrei“ gibt’s wohl auch häufiger, wenn im Winter schonmal die Heizung in der Schule ausfällt, nur eben nicht in diesem Winter), gibt es seit heute neuerdings auch das „Sturmfrei“.

Da gewinnt der Begriff „sturmfreie Bude“ bei den Jugendlichen schlagartig eine neue Bedeutung. Nun denn, ich geh noch mal alle Fenster kontrollieren, bevor ich weg fliege.

Mittwoch, 17. Januar 2007

Wer im Glashaus sitzt

Schon wieder ist die Polizei negativ aufgefallen. Zugegeben, diesmal geht es nicht um die „richtige“ Polizei, sondern um die „CopyPolice“, sozusagen um den Versicherungsschein, den man kopieren darf.

Zitat von der Einstiegsseite deren Informations-Angebots:

Internet-Piraterie ist kein Kavaliersdelikt. Durch illegales Downloaden werden u.a. auch Künstler geschädigt. Wer illegal aus dem Netz saugt, vergreift sich am geistigen Eigentum und schädigt die Allgemeinheit. Dieses Tun ist nicht nur höchst unsozial, sondern gleichermaßen unfair. Ich bin gegen Internet-Piraterie und darum unterstütze ich gerne die Arbeit der Copypolice. (Roland Kaiser, Künstler)

… oder …

Aufklärung und der Kampf gegen das fehlende Unrechtbewusstsein ist ein wichtiger Teil der Arbeit der CopyPolice. Wir bei World of Video unterstützen die CopyPolice in ihren Bemühungen gegen die Internet-Piraterie. (Andreas Gabb, World of Video GmbH & Co. KG)

… oder …

Internet-Piraterie war noch nie ein Kavaliersdelikt. Aufklärung tut daher Not und darum unterstütze ich auch die Arbeit der CopyPolice. Die Initiative ist ein wichtiger Teil eines Netzwerks, welches durch Aufklärung das fehlende Unrechtbewusstsein bekämpft. Durch Piraterie entsteht nicht nur ein großer materieller Schaden, sondern es werden Arbeitsplätze vernichtet und dieses ist ein weiterer guter Grund nicht tatenlos zuzusehen. (Rainer Heumann, World of Video und Mitglied der IVD-Strukturkommission)

… und noch einige andere Stimmen, teilweise mit haarsträubenden Formulierungen, auf die ich jetzt aber nicht näher eingehen will, ich muss nämlich in ca. 11 Stunden wieder ins Büro.

Das ist ja erstmal alles gut und schön. Aber wenn diese ganzen Leute diesen Standpunkt vertreten, warum unterstützen sie dann mit ihrem Namen, ihrer Präsenz und wahrscheinlich sogar noch mit ihrem Geld eine Initiative, die es nachweislich selbst nicht so genau mit dem Urheberrecht nimmt?

Wollte ich nur mal gefragt haben…

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: