Dienstag, 21. November 2006
Verbietet Brot
Ein kleiner Nachtrag zum vorangegangenen Beitrag.
Neueste Studien haben gezeigt, dass 85 Prozent aller Amokläufer innerhalb der letzten zwei Stunden vor ihrer Tat Mischbrot gegessen haben. Der Verband der Nudelesser fordert daher das sofortige Herstellungs- und Verbreitungsverbot von Roggen- und Vollkornbrot. Das ist Schwachsinn? Na, dann passt mal auf…
Denn jetzt werden nicht nur unkonkret und pauschal die Killer-Spiele verteufelt, sondern es gibt erste Vorstöße, sie tatsächlich verbieten zu lassen. Und das nur, weil Millionen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen diese auf ihren PCs haben. Zu dumm für diese Spiele, dass Amokläufer sie zufällig auch auf ihren PCs haben. Aber das schrieb ich ja bereits.
Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (42) will jetzt mit einer Bundesratsinitiative ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von gewaltverherrlichenden Computerspielen erreichen. Zudem will er die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) durch staatliche Aufsichtsbehörden ersetzt wissen. Alles klar, Uwe. Kriech bitte in dein Loch zurück, aus dem du gekommen bist.
Denn was für ein Heuchler Herr Schünemann ist, wird vielleicht etwas deutlicher offenbar, wenn man sich auf der Seite des niedersächsischen Innenministeriums folgende Passage genauer ansieht:

Mitglied im Sportschützen-Club? Oh-oh… Ein Wunder, dass Herr Schünemann noch nicht ausgerastet und Amok gelaufen ist. Immerhin hätte er sogar schon eine Waffe, im Gegensatz zu den Millionen Jugendlichen, die ja nur in virtuellen Welten rumballern. Obwohl, wenn ich mir so ansehe, was er gerade vorhat — vielleicht ist er ja kurz davor…






Erst 1 Kommentar:
Es ist doch jedes Mal wieder dasselbe… läuft ein Schüler Amok wird über Gewaltspiele geredet, werden irgendwelche „Terror-Komplotte“ mit dem angeblichen Ziel irgendwelcher Flugzeugentführungen aufgedeckt wird über schärfere Kontrollen geredet, irgend einen oder etwas schuligen oder schuldiges finden wir immer und schreien ganz laut nach Verboten.
Diese Gesellschaft ist bald so „frei“ daß Herr Beckstein, Herr Schily und Herr Stoiber sich irgendwann feiern können.