Montag, 18. September 2006
Vier Komma Drei Acht
Am Wochenende waren mal wieder Landtagswahlen. Nicht hier, weit weg, aber noch in Deutschland. Umso mehr erschreckt mich das Ergebnis. 7,3 Prozent für eine Gruppierung, die sich NPD abkürzt.
Parteiisch – Abhängig – Polemisch – Meinungsbildend
Am Wochenende waren mal wieder Landtagswahlen. Nicht hier, weit weg, aber noch in Deutschland. Umso mehr erschreckt mich das Ergebnis. 7,3 Prozent für eine Gruppierung, die sich NPD abkürzt.
Ach, wie schön, unser deutscher Papst (sind wir nicht alle Papst?) war da. Okay, nicht wirklich hier, sondern in Bayern. Ich bestehe auf diesem kleinen aber feinen Detail. War in seinem Heimort Marktl, ein paar Meter weiter in Altötting, hat seinen lieben Bruder besucht, und so weiter und so fort. Und hat am Dienstag in Regensburg an der Uni Dinge gesagt, die er vielleicht besser nicht gesagt hätte.
Danke WDR, ich finde die Informationen auf eurer Seite nicht, die ist klasse strukturiert. Na gut, dann eben aus dem Kopf…
Gestern abend kam im WDR Fernsehen ein Beitrag über einen lieben, netten Bürger in diesem unseren Lande, der in seiner Heimatstadt ein schönes kleines Einfamilienhaus gebaut hat. Wirklich schnuckelig, das Ding. Es hat nur einen kleinen Schönheitsfehler: Es steht direkt gegenüber einem Treffpunkt der Gemeinde (Vereinsheim, Gemeindehaus, tja, mein Gedächtnis…). Dort finden regelmäßig Veranstaltungen statt, die teilweise auch länger dauern als bis – sagen wir – 22 Uhr. Jedem im Ort ist das bekannt. Auch dem eingangs erwähnten Bauherren. Ihr ahnt schon, was kommt.
Hurra! ARD und ZDF haben sich geeinigt, für Internet-fähige PCs ab 01.01.2007 „nur noch“ fünf Euro zweiundfünfzig haben zu wollen, statt der siebzehn Euro drei, die der Gebühr für TV-Gucker entsprechen. Die lieben Herren GEZ-Schnüffler, die bisher hauptsächlich Privatpersonen traktiert und teilweise unberechtigt bedroht haben, werden sich freuen, haben sie doch ab Januar gleich noch einmal so viel zu tun — so schafft man Arbeitsplätze! —, denn nun dürfen Sie auch noch die Unternehmer — insbesondere die freischaffenden, die gerade in der IT-Branche nicht gerade selten anzutreffen sind — belangen.
Ich bin weder religiös (im landläufigen Sinne) noch technikfeindlich (immerhin verdiene ich als Softwareentwickler mit Technik meinen Lebensunterhalt). Ich bitte das bei der Lektüre des folgenden Beitrags zu berücksichtigen.
Ein intelligenter Mann hat mal gesagt „Das Leben findet einen Weg“. Das ist so weise wie spirituell wie einfach. Dieser Mann war Ian Malcolm. Na gut, ich gebe es zu, diese Person ist fiktiv und entstammt der Feder von Michael Crichton. Was Mr. Crichton diesem Ian Malcolm - welcher wohl ein Vorbild in unserer realen Welt haben soll - in den Mund gelegt hat, gilt nicht nur in dem zitierten Roman „Dino Park“ (der seit der erfolgreichen Kinoverfilmung nur noch unter dem Namen „Jurassic Park“ bekannt ist). Meine ich. Und nicht nur ich.
Gerade habe ich auf tagesschau.de einen Artikel über die Unzulässigkeit von Werbeanrufen auf Mobiltelefonen gelesen. Aufgelockert wurde der Artikel durch ein symbolhaftes Bild, das scheinbar so einen lästigen Anruf illustrieren soll. Wenn ich die junge Dame auf dem Bild so sehe, dann frage ich mich, wie sie wohl reagiert, wenn ein nicht-lästiger Telefonanruf eintrifft.
Unsere ganze Familie ist ein Fan von Steve Irwin, dem „Crocodile Hunter“, Betreiber des „Australia Zoo“. Auf dem Sender Animal Planet wird und wurde fast täglich seine gleichnamige Serie sowie das Nachfolgeformat „Crocodile Hunters Tagebuch“ ausgestrahlt. Die Art und Weise, wie er mit Tieren im Allgemeinen und den Bewohnern seines Zoos im Besonderen umging, hat uns seit jeher beeindruckt und wir mussten in den letzten Tagen feststellen, dass wir nicht zu einer kleinen Gruppe von Fans gehören, sondern dass Steve Irwin offensichtlich über 200 Millionen Fans weltweit hat.
Am Mittwoch Abend hat sich jedoch etwas Grundlegendes geändert, das mich noch heute in einer nachdenklichen und traurigen Stimmung zurücklässt. Ich saß am PC und spielte dort ein wenig, als meine Frau plötzlich aus dem Wohnzimmer herüber kam und mir mitteilte, sie hätte was ganz seltsames gesehen und wollte im Internet was nachsehen: Eben sei auf Animal Planet eine „Crocodile Hunter“-Folge gelaufen und am Ende kam ein Bild von ihm mit der Unterschrift „In Gedenken an Steve Irwin“.
Am 5. September 2006 hat das Landgericht Berlin entschieden, dass eine Mutter von vier Kindern durch den Verkauf von gut 90 Artikeln innerhalb eines Monats auf ebay, darunter Haushaltsartikel und vor allem Kinderkleidung, rechtlich als gewerblicher Händler einzustufen sei. Ein Berliner Rechtsanwalt hat so eine Abmahnung gegen die Frau durchgesetzt, die nun Anwalts- und Gerichtskosten in vierstelliger Höhe zahlen muss.